Zum Inhalt springen

Geburtstrauma

Traumatische Geburt

Wenn die Geburt anders erlebt wird, als man es sich vorgestellt hat.

Die Geburt eines Kindes wird häufig mit Glück, Vorfreude und einem unvergesslichen Moment beschrieben. Doch nicht jede Geburt wird als schön oder erfüllend erlebt. Was, wenn genau dieser Moment der Auslöser für psychische Belastungen wird?

Manche Eltern machen während der Geburt Erfahrungen, die sie tief erschüttern, überfordern oder hilflos zurücklassen. Eine Geburt kann körperlich und emotional eine Extremsituation sein, besonders dann, wenn Angst, Kontrollverlust oder eine Bedrohung für das eigene Leben oder das des Kindes erlebt werden.

Wenn diese Erfahrungen nicht verarbeitet werden können, kann daraus ein Geburtstrauma entstehen.

Ein leerer weißer Stuhl neben einem Fenster mit Vorhang, davor eine Vase mit Trockengräsern im Sonnenlicht

Wenn die Geburt belastend nachwirkt

Ein Geburtstrauma entsteht nicht ausschließlich durch das, was objektiv passiert ist. Entscheidend ist auch, wie die Situation erlebt und verarbeitet wurde.

Belastende Erfahrungen können zum Beispiel sein:

  • Das Gefühl von Kontrollverlust oder Ausgeliefertsein während der Geburt
  • Große Angst um das eigene Leben oder das Leben des Babys
  • Notfallsituationen wie ein Notkaiserschnitt, eine Reanimation des Kindes oder medizinische Komplikationen
  • Eine sehr schmerzhafte oder überwältigende Geburt
  • Das Gefühl, nicht gehört oder nicht ausreichend unterstützt worden zu sein
  • Als Partner die Geburt als hilflos oder erschreckend zu erleben

Auch wenn die Geburt bereits einige Zeit zurückliegt, können die Erinnerungen daran weiterhin sehr präsent sein.

Weiß verputzte Wand, an der der Putz aufgebrochen ist und darunter liegende Ziegel sichtbar werden

Mögliche Folgen eines Geburtstraumas

Manche Eltern erleben nach einer belastenden Geburt beispielsweise:

Wiederkehrende Erinnerungen oder Flashbacks an die Geburt
Schlafprobleme, Ängste oder Panikgefühle
Schwierigkeiten eine Verbindung zum Kind aufzubauen
Starke innere Anspannung oder das Gefühl, ständig wachsam sein zu müssen
Angst vor einer weiteren Schwangerschaft oder Geburt
Vermeidung von Gesprächen über das Erlebte
Probleme in der Partnerschaft
Schuldgefühle oder das Gefühl, versagt zu haben
Schwierigkeiten, die Geburt emotional einzuordnen

Vielleicht kennen Sie Gedanken wie:

„Eigentlich müsste ich doch glücklich sein, warum fällt es mir so schwer?“

„Der Wunsch nach einem weiteren Kind ist da, aber die Angst vor einer erneuten Geburt ist größer.“

„Warum kann ich mich nicht so über mein Baby freuen, wie ich es mir vorgestellt habe?“

„Warum bekomme ich plötzlich Panik, obwohl die Geburt schon vorbei ist?“

„Ich stand daneben und konnte nichts tun.“

„Ich habe das Gefühl, die Einzige zu sein, der es so geht.“

Solche Gedanken können sehr schmerzhaft sein und oft entstehen daraus Schuldgefühle. Doch eine belastende Geburtserfahrung kann dazu führen, dass Körper und Psyche zunächst im Schutzmodus bleiben. Die fehlende Leichtigkeit bedeutet nicht, dass keine Liebe da ist.

Mandy Jäger steht in einem salbeigrünen Mantel am Ufer eines Teiches und blickt über das Wasser

Warum mir dieses Thema besonders am Herzen liegt

Ich beschäftige mich mit dem Thema Geburtstrauma nicht nur aus therapeutischer Sicht, sondern auch aufgrund meiner eigenen Erfahrungen.

Die Geburten meiner beiden Söhne haben mich auf unterschiedliche Weise tief geprägt. Beide Erfahrungen waren mit großer Angst und Situationen verbunden, die mich emotional überfordert haben. Besonders die zweite Geburt hat Spuren hinterlassen und dazu geführt, dass ich selbst erfahren durfte, wie sehr ein solches Erlebnis noch lange nachwirken kann.

Was für mich damals besonders schwierig war: Ich wusste nicht, an wen ich mich mit meinen Erlebnissen wenden konnte. Ich habe nach Unterstützung gesucht, doch weder meine Hebamme noch andere Beratungsangebote konnten mir eine konkrete Anlaufstelle oder eine therapeutische Begleitung nennen, die auf die Verarbeitung belastender Geburtserfahrungen spezialisiert war.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass betroffene Eltern wissen, wo sie Unterstützung finden können. Niemand sollte mit solchen Erlebnissen allein bleiben oder das Gefühl haben, damit einfach weiter funktionieren zu müssen.

Erst durch die eigene Verarbeitung habe ich erfahren, wie viel Veränderung möglich ist. Zu erleben, dass ein belastendes Ereignis seinen Schrecken verlieren kann und wieder mehr Ruhe und Sicherheit entstehen darf, war für mich ein wichtiger Wendepunkt.

Diese persönliche Erfahrung ist einer der Gründe, warum mir die Begleitung von Eltern mit Geburtstrauma besonders am Herzen liegt. Ich möchte eine Anlaufstelle für Eltern sein, die sich mit ihren Erfahrungen verstanden fühlen möchten und einen geschützten Raum suchen, um das Erlebte zu verarbeiten.

Den eigenen Weg zurück zu mehr Sicherheit finden

Eine belastende Geburtserfahrung muss nicht bedeuten, dass Sie für immer mit Angst, Anspannung oder schmerzhaften Erinnerungen leben müssen.

In der Therapie geht es nicht darum, das Erlebte zu verdrängen oder kleinzureden. Was passiert ist, darf seinen Platz in Ihrer Geschichte haben. Gleichzeitig können wir gemeinsam daran arbeiten, dass die Erinnerungen weniger belastend werden und Sie wieder mehr innere Ruhe und Sicherheit entwickeln können.

Dabei schauen wir behutsam darauf, was Sie erlebt haben, welche Gefühle damit verbunden sind und was Sie heute noch belastet. Mit Hilfe verschiedener therapeutischer Ansätze, wie beispielsweise EMDR, können belastende Erinnerungen verarbeitet und neue innere Sicherheit aufgebaut werden.

Mein Anliegen ist es, Sie einfühlsam auf diesem Weg zu begleiten, damit belastende Erinnerungen ihren Schrecken verlieren können und wieder mehr Ruhe, Sicherheit und Vertrauen in sich selbst und die eigene Zukunft entstehen dürfen.

Eine schwere Geburtserfahrung darf Teil Ihrer Geschichte sein, ohne Ihre Zukunft bestimmen zu müssen.

„Heilung bedeutet nicht, zu vergessen. Heilung bedeutet, sich erinnern zu können, ohne erneut überwältigt zu werden.“

Kontakt

Bereit für den nächsten Schritt?

Der erste Schritt kostet oft Überwindung, umso mehr freue ich mich, dass Sie den Weg auf meine Website gefunden haben.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass ich Sie auf Ihrem Weg begleiten kann, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Sie können mich ganz unkompliziert per SMS, Kontaktformular, E-Mail oder Telefon erreichen.

Schildern Sie mir gerne kurz Ihr Anliegen. So kann ich mich bestmöglich auf unser erstes Gespräch vorbereiten.

  • Per SMS: 0151 42054022

    Oft ist eine kurze Nachricht leichter als ein Telefonat. Schreiben Sie mir gerne per SMS, ganz unverbindlich und in Ihrem eigenen Tempo.

  • Per Telefon: 0151 42054022

    Rufen Sie mich gerne an. Falls ich Ihren Anruf nicht direkt entgegennehmen kann, melde ich mich innerhalb eines Tages bei Ihnen zurück.

  • Per E-Mail: kontakt@mandyjaeger.de

    Schildern Sie mir Ihr Anliegen ganz in Ruhe per E-Mail. Ich nehme mir Zeit für Ihre Nachricht und antworte Ihnen so schnell wie möglich.

  • Per Kontaktformular

    Sie müssen nicht die richtigen Worte finden. Schreiben Sie mir einfach das, was Sie gerade beschäftigt. Ich lese Ihre Nachricht aufmerksam und melde mich zeitnah persönlich bei Ihnen zurück.

    Zum Kontaktformular